Schulwahl NRW:

Die Schulwahl ist in NRW ein äußerst leidiges Thema.

Schulwahl außerhalb von NRW:

In Deutschland werden Schülerströme im Grundschulebereich überwiegend durch die Festlegung von Schulbezirken gelenkt. Hierdurch ist gewährleistet, daß Schüler in Wohnortnähe beschult werden und hierauf auch einen entsprechenden Anspruch haben. Aus "wichtigem Grund" ist es möglich, daß auch Ausnahmen erfolgen.

Im Bereich weiterführender Schulen gibt es Schulbezirke meist nur für Hauptschulen, wo diese allerdings keine praktische Relevanz aufweisen. Im übrigen ist der Zugang zu den meisten Schulformen grundsätzlich bis zur Grenze der Aufnahmekapazität frei. Ob die Aufnahmekapazität ein rechtliches Problem darstellt, hängt regelmäßig davon ab, ob die Schulformwahl nach der vierten Klasse freigestellt ist oder nicht (vgl. auch www.schulpolitik.info):

  • Bei Bundesländern mit verbindlicher Grundschulempfehlung gibt es nahezu keine Probleme beim Zugang zur gewünschten weiterführenden Schule, da die Lenkung der Schülerströme auf diese Weise meist funktioniert.
  • Bei Bundesländern ohne verbindliche Grundschulempfehlung sieht dies weniger gut aus, da Schüler erfahrungsgemäß auf bestimmte Schulen drängen, andere Schulen abgelehnt werden, so daß es zu Kapazitätsproblemen kommt.

Für nähere Informationen kontaktieren Sie mich bitte direkt.

Schulwahl in NRW:

Salopp könnte man sagen, daß die Schulwahl in NRW sich so ziemlich alle Probleme aufhalst, die insgesamt denkbar sind:

Im Grundschulbereich wurden zwischenzeitlich die Schulbezirke aufgehoben, so daß sich bereits im Bereich der Einschulung mitunter kuriose Aufnahmekapazitätsrechtsstreite abspielen. Zuletzt haben  - soweit erkennbar - einige Schulträger zumindest wieder Schuleinzugsbereiche, was freilich nur zu einer erhöhten Intransparenz geführt hat.

Im Bereich weiterführender Schulen hat NRW durch die Abschaffung verbindlicher Grundschulempfehlungen gleichsam zu einem erhöhten Verteilungskampf gesorgt: Während vormals nur der Zugang zu Gesamtschulen (insbesondere auch wegen der Funktion als Sammelbecken mit der Grundschulempfehlung unzufriedener Eltern) problematisch war, sind Aufnahmerechtsstreite inzwischen überall erkennbar, auch wenn im Grunde sogar auch hier Schuleinzugsbereiche gebildet werden könnten.

Insofern wurden - wie in der Schulpolitik leider häufig - Folgeprobleme nicht erkannt und damit auch nicht angegangen.

Für nähere Informationen zu Schuleinzugsbereichen und Aufnahmekapazitäten nutzen Sie bitte die vorstehenden Links oder kontaktieren Sie mich direkt.